Eine Reise durch die Provinzen Guizhou und Yunnan

Die erste China-Reise führt stets nach Peking und Shanghai, zu den Terracotta-Soldaten und vielleicht zu den Kaiserstädten um Shanghai. Einmalige Kulturschätze, Kultur der Han, die 93% der chinesischen Bevölkerung bilden. 
Diesmal eine Reise ins andere China, ein China der exotischen Landschaften, ein Vielvölkerchina, alte Dörfer statt Mega-Cities. Guizhou und Yunnan, zwei der 33 Provinzen und Verwaltungseinheiten. Guizhou hat die halbe Fläche Deutschlands, Yunnan ist etwas größer als Deutschland. 

China für Fortgeschrittene

Wenn du also schon einmal in China warst und das nächste Mal eine andere Seite des Landes sehen willst, wird dich dieser Blogbeitrag sicher inspirieren.

Landschaftliche Höhepunkte

Der Steinwald von Shilin

Zum Glück sind nur wenige Bäume da, sodass man den Wald umso besser sieht - den Steinwald von Shilin. Denn mit Bäumen hat der Steinwald nichts zu tun. Es ist alles purer Stein. Vor einer viertel Million Jahren war es noch Meeresgrund – einzelne versteinerte Schnecken und Korallen zeugen davon. Danach setzte Verwitterung ein, der Regen wusch die weichen Gesteinsteile weg, die harten blieben als bizarre, senkrecht aufragende Felsen zurück.

Die Reisterrassen – Ti Tian

Man geht bergauf, immer nun bergauf. Die strahlend grünen Reisterrassen lassen das Kameraklicken nicht mehr abreißen. Ich merke den schweißtreibenden Aufstieg nicht, ich merke nicht, wie lange ich gehe, die Schönheit der Landschaft ist wie ein Rausch. Unterwegs begegne ich vier Grundschulkindern, die diesen Weg vier Mal am Tag mit Ihren kurzen Beinchen absolvieren. Morgens und nachmittags hinunter in die Schule, mittags und abends zurück zum Elternhaus. Wahlweise auf schattenlosem Weg bei Sonne oder aber ebenso ungeschützt bei strömenden Regen. 

Die schönsten Reisterrassen sind Yuanyiang Titian im Südwesten von Yunnan nahe Laos, Longji Titian westlich von Guilin und die bei Zhaoxing östlich von Guiyang.

Ethnische Minderheiten

93 % der Chinesen sind Han-Chinesen, gehören also, ethnisch gesehen, der Mehrheit an. Die anderen 7 % verteilen sich auf über 50 ethnische Minoritäten, die besonders im Süden und im Westen des Reichs anzutreffen sind. 

Miao

Die Miao haben einen starken Bezug zu Bäumen – bei jeder Geburt wird ein neuer Lebensbaum gepflanzt, zu dem die Nachfahren auch gehen können, wenn sie sich Rat von den verstorbenen Eltern holen wollen. 

Basha

ist vielleicht das schönste Dorf unserer Reihe. Das Dorf besteht ausschließlich aus Holzhäusern, eingebettet in eine Landschaft aus dicht bewaldeten Hügeln und Bergen. Im Dorf gibt es auch ein kleines Museum mit lebensgroßen, kitschfreien Figuren, das die Traditionen der Miao erklärt. 

Dong

Die Musik der Dong ist weltberühmt, vornehmlich als à capella Musik. Den Schatz der Musik der Dong haben Ende des letzten Jahrhunderts italienische Rucksack-Touristen entdeckt. Sie kamen auf Ihrer Reise in Dong-Dörfer und erkannten, dass die Dong, in Ermangelung einer Schrift, ihre Geschichten in Liedern von Generation zu Generation weitergaben.

Zhaoxing

Das Dorf Zhaoxing ist Tourismus pur – aber es ist schön. Außen herum Torgebäude im Stile der verbotenen Stadt in Peking, die nachts prächtig beleuchtet werden. Das Dorf selbst besteht ausschließlich aus schönen Holzhäusern, dazwischen fünf Trommeltürme – Türme mit mächtigen Trommeln unter dem Dachfirst, die im Falle von Feuer die Bewohner zum Löschen zusammentrommelten.

An der Hauptstraße lückenlos Gastronomie und Handel. Mehrfach Musikbars, in denen Sänger schmachtend ihren vergangenen Lieben nachsingen. Auch für westliche Ohren gut anhörbar.

In Zhaoxing lohnt es sich, von der Hauptstraße abzuweichen. Der Batik-Komplex mit einem kleinen Museum chinesischer Trachten und natürlich auch Geschäften mit lokalen Textilprodukten liegt abseits der Hauptstraße. Und angrenzend, entlang des Flusses, ein wunderschöner, kleiner Park mit schönem Bambus, mehreren malerischen Wasserrädern und einer gewundenen Brücke – das soll böse Geister daran hindern, die Brücke zu überqueren! 

Die Naxi in Lijiang

Wichtigste Ethnie in Lijiang sind die Naxi, ursprünglich Nomaden, die aus dem tibetischen Hochland heruntergezogen sind. Ihre bedeutendste Kulturleistung war die Entwicklung einer Bilderschrift mit rund 1400 Zeichen.  Den Österreicher Josef Rock verschlug es 1922 nach Yu Hu nahe Lijiang, wo er bis 1949 blieb und einerseits die Fauna der Region, zum anderen die Bilderschrift erforschte und ausführliche dokumentierte.

YuHu Village

YuHu (nahe Lijiang) ist noch ein echtes Bauerndorf. Da teilt man sich die Dorfstraße noch mit den Rindsviechern und sollte aufpassen, dass man nicht mit den Schuhen aufnimmt, was die Rinder zurücklassen.

Charakteristisch ist die Bauweise: Das Untergeschoß aus Naturstein, das Obergeschoß aus Holz. Wobei die Steine nicht durch Mörtel verbunden werden, sondern Stein für Stein ausgesucht und aneinandergefügt wird, die verbleibenden Räume mit kleineren Steinen ausgeglichen werden, so dass es ein in sich gefügtes stabiles Ganzes ergibt. Im Dorf gibt es mehrere hübsche Cafés und natürlich den üblichen Straßenverkauf.

Sehenswürdigkeit des Dorfes ist das Wohnhaus des Josef Rock mit von ihm aufgenommenen Fotos, Gebrauchsgegenständen aus seinem Leben und zwei rekonstruierten Wohnräumen.

Mehrere Bauern im Dorf bieten Reitausflüge an. 

Modernste Zugverbindungen

Das Unglaublichste am heutigen China ist das Eisenbahn-Netz. Alle Regionen sind mittlerweile ans Hochgeschwindigkeits-Bahnnetz angeschlossen, im Schnitt verlaufen die Strecken zu einem Drittel unterirdisch und damit extrem kurvenarm. Bullet-Trains nennen die Chinesen stolz diese Züge.

Unsere höchste Reisegeschwindigkeit betrug 290 km/h. Angenehm: Man sitzt immer in Fahrtrichtung, an den Endstationen werden die Bänke in Windeseile umgedreht!

Verständigung in China

Es ist weiterhin so, dass kaum jemand in China Englisch spricht. Nicht in den Hotels, nicht in den Geschäften, schon gar nicht auf der Straße. Reisen ohne Begleitung ist extrem mühsam.

Chinesen lieben Inszenierung

Egal ob Wasserfall oder Tropfsteinhöhe: Man vertraut nicht der Natur. Mit Beleuchtung und Lasershow, mit Showeinlagen und pompöser Musik wird nicht gespart. Disneyland ist überall.

Wiederholt sprachen unsere chinesischen Reiseleiter geringschätzig von 'primitiv'. Dann wussten wir, dass wir uns was Unverfälschtes, Authentisches erwarten durften.

ÖsterreicherInnen benötigen kein Visum

Für Österreicher und eine Reihe weiterer europäischer Nationen gilt seit kurzem eine visafreie Einreise von bis zu 14 Tagen. Wenn man Hong Kong dazu nimmt, lässt sich das nochmals gut verlängern. Es ist nur bei der Einreise ein kleines Formular auszufüllen, das leider erst am Flughafen erhältlich ist.

Ali-Pay: Ein Muss für komplikationsloses Bezahlen

Das Umrechnen ist leicht: 10 Yuen sind rund 1,30 Euro. Das Bezahlen ist keineswegs so einfach. Bargeld und Visakarte werden immer wieder abgewiesen – oder es ist kein Wechselgeld vorhanden. In China bezahlt man mit Ali-Pay, dem Zahlungssystem des größten Online-Händlers Ali-Baba.

Deshalb mein Tipp

Die App zu Hause herunterladen und dabei die eigene Kreditkarte hinterlegen. Die Visa Card wurde in mehreren Geschäften abgelehnt, ebenso erlebte ich mehrmals, dass auf 100 Yuen-Noten (EUR 13) nicht herausgegeben werden konnte. Bargeld stirbt aus.

Saft bitte!

Elektrizität ist simpel. Jede Steckdose hat fünf Pole: 3 für chinesische Stecker, dazu zwei für europäische Stecker.

Auf nach China!

Bist du neugierig geworden und möchtest gerne eine Chinareise in diese Gegend unternehmen? Dann lass' dir gerne von mir helfen. Du erreichst mich unter kurt.beyer@geo.at oder per Telefon unter +43 662 890 111 - 234.

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